Das Institut für Künstliche Intelligenz und Bühne (IKIB) erforscht die faszinierenden Möglichkeiten, die durch die Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und Theater entstehen. In einer Welt, in der Technologie immer mehr Lebensbereiche durchdringt, bietet die Bühne einen einzigartigen Raum, um das Zusammenspiel von Mensch und Maschine künstlerisch zu hinterfragen und neu zu gestalten.
KI eröffnet uns neue Wege des Ausdrucks, ermöglicht unvorhersehbare Interaktionen und erweitert das kreative Potenzial jenseits des menschlichen Vorstellungsvermögens. Das IKIB schafft einen interdisziplinären Dialog, der Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammenbringt, um die Zukunft der darstellenden Künste neu zu denken und gleichzeitig gesellschaftliche, ethische und kreative Fragen in den Mittelpunkt zu stellen.
Haben Sie Interesse an gemeinsamen Projekten oder möchten Sie mehr über unsere Arbeit erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne unter:
Email: info@ikib.ai
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Isabel Tönniges ist im Projektmanagement für Kooperations-und Sonderprojekte bei der Landeshauptstadt tätig und konzipiert die Planung und Durchführung des Festivals Felicias und ist Gründungsmitglied des IKIB Vereins. Nach dem Abitur in der Chorklasse des Hegel - Gymnasiums, widmete sie sich einem Freiwilligen Sozialem Jahr in der Kultur, dass sie im Gesellschaftshaus in Magdeburg absolvierte. Anschließend studierte sie Cultural Engineering an der Otto von Guericke Universität in Magdeburg, mit den Schwerpunkten Wissensmanagement, Kulturwissenschaft und Logistik und konnte dies 2017 mit dem Master of Arts erfolgreich abschließen. In ihrer sonstigen Tätigkeit für das Kulturbüro kümmert sie sich um vielfältige Projekte, wie das Internationale Chorfest und Wettbewerb Magdeburg, das SinusTon Festival, die Kulturnacht und diverse thematische Sonderaktionen wie das 200 jährige Jubiläum des Klosterbergegartens sowie weitere freie Aktionen. Nebenbei engagiert sie sich im Domglockenverein des Magdeburger Domes, der Magdeburgischen Gesellschaft, dem Verband Deutscher Konzertchöre, der Radkultur Magdeburg sowie singt in verschiedenen Chören der Stadt.
Bastian Lomsché , geboren 1983, ist Dramaturg, Autor und Schauspieldirektor. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Hamburg promovierte zu fantastischer Literatur. 2015 unterbrach er die Promotion und wechselte in die Dramaturgie des Deutschen Schauspielhauses Hamburg unter der Intendanz von Karin Beier. Dort arbeitete er mit Regisseur:innen wie Kay Voges, Oliver Frljic, Jan-Philipp Gloger, Studio Braun sowie Karin Beier, Karin Henkel und Christoph Marthaler.
Seit 2022/23 leitet er als Schauspieldirektor und Chefdramaturg gemeinsam mit Clara Weyde und Clemens Leander die Schauspielsparte des Theaters Magdeburg. Er arbeitet in Magdeburg mit Regisseur:innen wie Clara Weyde, Jan Friedrich, Andreas Kriegenburg, Julien Chavaz, Florian Fischer, Bastian Reiber, Charly Hübner, Mirjam Loibl und les dramaturx. Seine Stücke „Das Gespenst von Magdebu-huuu“ und „Hojotoho! Hojotoho! Heiaha!“ wurden am Theater Magdeburg uraufgeführt. Er ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins Künstliche Intelligenz und Bühne (IKIB).
Clemens Leander ist Kostümbildner und Teil der Schauspieldirektion des Theater Magdeburg. Geboren 1988 in Hoyerswerda, studierte er Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Berlin und arbeitet seit 2009 als Kostümbildner.
Er leitete u. a. die Kostümabteilung am Theater an der Parkaue (2013–2015) und war von 2016 bis 2020 Produktionsleiter in der Kostümabteilung der Salzburger Festspiele, wo er sämtliche Schauspielproduktionen betreute. 2021 folgten Lehraufträge an der HfBK Dresden; hier arbeitete er studiengangübergreifend mit Studierenden zu praxisnahem Arbeiten und neuen Arbeitsmodellen für das Theater.
Seit der Spielzeit 2022/23 bildet er gemeinsam mit Clara Weyde und Bastian Lomsché die Schauspieldirektion des Theaters Magdeburg, welches 2025 zum „Theater des Jahres“ gewählt wurde. In dieser Funktion initiierte er u. a. die Reihe „Kosmos“, die neue Arbeitsweisen und Formen der Zusammenarbeit ermöglicht und bestehende Strukturen sowie Hierarchien aktiv hinterfragt. Außerdem leitet er die Abteilung „Künstlerische Vermittlung und Partizipation“ und kuratiert in diesem Rahmen die „Bande“, eine künstlerische Akademie für junge Menschen.
Als Kostümbildner arbeitet Clemens Leander mit Regisseur:innen wie Clara Weyde, Alice Buddeberg, Markus Heinzelmann, Ulrich Rasche und dem Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot. Seine Entwürfe verbinden inhaltliche und konzeptionelle Schärfe mit Elementen historischer Bekleidung, die er mit zeitgenössischen Versatzstücken kombiniert, um eine überzeitliche Ästhetik zu schaffen. Seine Arbeiten waren bisher u. a. am Deutschen Theater Berlin, an den Schauspielhäusern Hamburg und Graz, an der Schaubühne Berlin, den Staatstheatern Hannover und Nürnberg sowie auf Kampnagel und im HAU Berlin zu sehen.
Darüber hinaus ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins „Künstliche Intelligenz und Bühne (IKIB)“ und Jurymitglied für den Theaterpreis des Bundes 2026. Sein künstlerisches wie organisatorisches Engagement verbindet die Entwicklung neuer Theaterformen mit einem kritischen Blick auf Strukturen und zukünftige Möglichkeiten der Bühne.
Clara Weyde (1984) ist Regisseurin und Schauspieldirektorin am Theater Magdeburg. Sie studierte zunächst Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie Politische Kommunikation in München und Berlin und engagierte sich in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in Guatemala, Indien, China und Deutschland. 2009 ging sie für zwei Jahre als Regieassistentin ans Theater Bremen. Es folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2015 abschloss. Sie inszenierte unter anderem an der Schaubühne Berlin, am Staatstheater Hannover, am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspielhaus Graz, am Jungen Schauspielhaus Hamburg, am Theater Bonn, am Theater Bielefeld sowie auf Kampnagel. Mit "Das schlaue Füchslein" von Leoš Janáček gibt sie 2024 am Theater Magdeburg ihr Operndebüt.
Unter ihren Arbeiten finden sich viele freie Bearbeitungen von epischen und dramatischen Texten, zum Beispiel von Franz Kafkas "Die Verwandlung", Mary Shelleys "Frankenstein" oder E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“, sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen wie Saša Stanišićs Jugendroman „Wolf“, Daniel Kehlmanns Roman „F“, Jens Rehns „Nichts in Sicht“, „Supergutman“ von Lukas Linder oder „Ruhig Blut“ von Eleonore Khuen-Belasi. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und waren auf diversen Festivals zu sehen, u. a. auf den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater, bei Hart am Wind, dem Kaltstart Theaterfestival oder 100° Berlin. Seit der Spielzeit 2022/23 leitet sie gemeinsam mit Clemens Leander und Bastian Lomsché die Schauspielsparte des Theater Magdeburg.
In der Spielzeit 2025/2026 bieten wir die folgenden Programmpunkte an:
Zu Gast: Karola Köpferl (Doktorandin Soziologie mit Schwerpunkt Technik, TU Chemnitz) Andreas Bischof (Professur Soziologie mit Schwerpunkt Technik, TU Chemnitz) Martin Merten (Doktorand Umweltpsychologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
ChatGPT und ähnliche Modelle haben die Kommunikation grundlegend verändert und produzieren täglich enorme Textmengen – doch zu welchem Preis? Jede KI-Anfrage verbraucht Energie, Wasser und verursacht CO2-Emissionen, während der beschleunigte Informationsfluss auch soziale Fragen der Teilhabe und Gerechtigkeit aufwirft.
Um das Unsichtbare sichtbar zu machen, wurde eine 40 Jahre alte Erika-Schreibmaschine zur KI-Schnittstelle umgebaut. Sie tippt live jede ChatGPT-Antwort auf echtes Papier – Klack-Klack-Klack. Plötzlich wird greifbar: Was fragen Menschen wirklich? Wie viel wird produziert? Und könnte man das nicht auch einfach googeln?
Gemeinsam mit den Gästen spricht Ingo Siegert vom Institut für KI und Bühne über soziale Nachhaltigkeit: Wer profitiert von KI, wer bleibt außen vor? Sowie über die ökologischen Kosten von KI: Was kostet KI wirklich – und welche Klimaschutz-Potentiale übersehen wir dabei?
→ Schauspielhaus, Kasino Pay what you can
Zu Gast: Prof. Sebastian Stober (OvGU)
KI komponiert Musik – aber wie kreativ ist sie wirklich? Kann eine Maschine wie Bach, Mozart oder Beyoncé klingen? Und ist ein einfacher KI-Prompt bereits „echte“ Komposition? Darüber sprechen wir mit Sebastian Stober, Professor für Künstliche Intelligenz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
→ Schauspielhaus, K2 Pay what you can
Die ontologische Perücke im Datensturm: epistemologische Verschiebungen zwischen Tunten-Authentizität und KI-generiertem Glamour – ein intersektionaler Clash von Realität, Simulation und queerem Chaos! Bastian Lomsché im Gespräch mit Didine van der Platenvlotbrug über die Verbindungen von KI und Queerness.
→ Schauspielhaus, Kasino Pay what you can
Sie möchten den Verein mit Ihren Ideen oder finanziell unterstützen, dann kontaktieren Sie uns gerne unter: info@ikib.ai
Wir können Spendenquittungen ausstellen und schnüren gerne beim Felicia Festival oder anderen IKIB-Events Ihr persönliches Sponsoringpaket.
Der IKIB e.V. freut sich mit Ihnen in Kontakt zu treten!